1996 - 2000

2000

Im Jahr 2000 feierte der AK Sitzwache Ludwigsburg sein 10-jähriges Bestehen seit der ersten Begleitung. Dies war Grund genug, um einmal Rückschau zu halten. Das Jubiläumsjahr wurde durch zahlreiche Veranstaltungen gewürdigt.

Vortragsreihe: "Vom anderen Umgang mit Sterben und Tod"
Die Diplompsychologin und begründerin des Stuttgarter ambulanten und stationären Hospizdienstes zeigte in ihrem Vortrag auf, wie sich die Hospizbewegung auf den Umgang mit Sterben und Tod in der Gesellschaft auswirkt und welche Möglichkeiten und Chancen wir haben, angstfreier mit dem Sterben in unserem Umfeld umzugehen.
Einführung in den Totentanz
Vortrag von Prof. Dr. Renate Hausner, Salzburg
Was ist ein Totentanz? Wie hat sich die Totentanzkultur entwickelt? Was war seine ursprüngliche Funktion? Wo gibt es noch heute Totentänze?
Frau Prof. Renate Hausner, Universitätsdozentin in Salzburg hat anhand eines Diavortrags über das Phänomen des mittelalterlichen Totentanzes gesprochen und in einem zweiten Teil in den Totentanz von Alois Lippl eingeführt, der am 1. April 2000 in der Kirche St. Johann in Ludwigsburg zur Aufführung kam.
Totentanz von Alois Lippl
Aufführung des Stuttgarter Spielkreis e.V.
Der Stuttgarter Spielkreis e.V., eine Laienspielgruppe mit langer Tradition, gab uns die seltene Gelegenheit, die szenische Aufführung eines Totentanzes mitzuerleben. Musikalisch wurde die Gruppe von einem kleinen Streichensemble begleitet.
Fallen wir in das Nichts? Das christliche Verständnis des Todes und die Hoffnung über den Tod hinaus
Vortrag von Prof. Dr. Erich Bochinger, Reutlingen
Herr Bochinger war langjähriger Professor für Evangelische Theologie und Religionspädagogik an der PH in Reutlingen und ist auf Grund seiner Veröffentlichungen weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. In seinem Vortrag ging er der alten, ewig neuen Frage nach: "Was geschieht mit mir, wenn ich tot bin?" Er sucht nach Antworten in der Bibel, die sehr sparsam ist mit Aussagen über das "Danach", das auch heute noch Ängste, Fragen und Diskussionen auslöst.
Vernissage: Bilder von HIV-Infizierten
Im Anschluss:
Vortrag: "Sterben in Einsamkeit" von Petrus Ceelen
AOK - Die Gesundheitskasse, Gottlob-Molt-Straße, Ludwigsburg
Petrus Ceelen, AIDS-Seelsorger und Buchautor, führte uns auf einem Rundgang in die Bilderwelt von HIV-Infizierten ein.
Im anschließenden Vortrag zeigte Petrus Ceelen auf, dass nicht jedes Sterben in Frieden und mit Begleitung möglich ist. Petrus Ceelen ist Ansprechperson für viele Menschen am Rande, die einsam, ohne Familie und geregelte Versorgung leben.
Er lud uns ein, uns über die Sterbesituationen Gedanken zu machen, die von der Hospizbewegung oft unberührt bleiben.
Sommerfest des AK Sitzwache
Einen Nachmittag lang haben wir gefeiert und alle, die Lust dazu haben, eingeladen. Die weit über Ludwigsburg hinaus bekannte Kabarettistin Hanni Ebrahimi sorgte mit Musikalischem und Literarischem für Unterhaltung, begleitet von Egon Haag am Keyboard. Auch das leibliche Wohl kam dabei nicht zu kurz!
Ökumenischer Gottesdienst im grünen ELISA Garten
Pfarrerin Ursula Ziehfuß, Evangelische Kirche, AIDS-Seelsorger Petrus Ceelen, Katholische Kirche, Kuratin Karin E. Leiter, Altkatholische Kirche Österreich, musikalische Begleitung: Christine Knoll, Oboe.
Dichterinnenlesung
mit Karin E. Leiter, Wien
Die Schriftstellerin, Theologin, Gestalttherapeuting und Malerin las Ausgewähltes aus ihren zwölf Büchern.
Vernissage: Engelbilder von Ingeborg Wanner
Enzweihingen
Musik: Christoph Haas
Die weit über den Ludwigsburger Raum hinaus bekannte Künstlerin zeigte über 40 ihrer Engelsdarstellungen.
Christoph Haas - Rhythmus, Trommeln, Percussion - seit 15 Jahren internationale Kurs- und Konzerttätigkeit, konzentrierte mit seinen Klängen unsere Wahrnehmung.
BT Voices for Hospices 2000 - Klanginstallation
Eine weltweite Konzertaktion zugunsten der Hospizarbeit: Rund um die Uhr erklangen durch alle Zeitzonen hindurch Konzerte. Verbindendes Element war das Halleluja aus Händels Messias.
Musikalische Leitung: Inge Lass-Adelmann, Sachsenheim
Vortragsreihe
  • Von Gottes Atem bewegt, im Herzen erneuert, den Menschen nahe - Spiritualität und Mystik als Kraftquelle für einen erneuerten Glauben
    Vortrag von Dr. Udo Hofmann, Stiftsleiter Bad Urach
  • Das eigene Lebensalter bewußt annehmen.
    Spiritualität in den Entwicklungsstufen des menschlichen Lebens
    Vortrag von Dr. Udo Hofmann, Stiftsleiter Bad Urach
  • Ars moriendi heute - Spiritualität als Kraftquelle im Sterben und in der Begleitung Sterbender
    Vortrag von Dr. Udo Hofmann, Stiftsleiter Bad Urach
5.-7. Mai
Seminarwochenende
Thema: Kinesiologie in der Sterbebegleitung
Referentin: Johanna Haarer, Stuttgart
2. November
Vereinsgründung: AK Sitzwache Ludwigsburg Förderung der Lebens-, Sterbe- und Trauerbegleitung
25. November
Studientag in Bönnigheim: Das Labyrinth - ein Zeichen für das Leben
Referent: Magister Gernot Candolini

1999

1999 ird ein Jahr des Aufbruchs, der Zuversicht und des neuen Muts. Wir haben ein neues Domizil für unsere Treffen: Seniorenstift ELISA, Thouretallee 3, Ludwigsburg.

16.10.1999
Studientag in Sachsenheim mit Pfarrer Matthias Brefin, Basel. Thema "Nimmst du mich wahr, auch wenn ich nichts davon merke?"
12.6.1999
Besichtigung des Hospiz in Oberharmersbach mit Petrus Ceelen - Einführung in die Thematik HIV und AIDS.
9.-11.4.1999
Gemeinsames Wochenende in Herrenberg mit Frau Johanna Haarer, Musiktherapeutin und Kinesiologin. Thema: "Musiktherapie in der Sterbebegleitung"

1998

1998 soll noch einmal ein Jahr des Abschieds werden. Ruth Dittus und Uli Jehle verabschieden sich aus der Gruppe. Ein Gruppenmitglied verstirbt. Deshalb ist es organisch, daß wir unsere Themen entsprechend auswählen: "Auseinandersetzung mit der eigenen Endlichkeit" und "Muß ich jetzt sterben?", um nur zwei zu nennen.

24.10.1998
Studientag in Möglingen mit Kuratin Karin E. Leiter, Wien. Thema: "Sterben lernen, um leben zu lernen".
30.4. - 3.5.1998
Gemeinsames Wochenende in Herrenberg. Thema: "Trauererfahrungen und hilfreicher Umgang mit Trauernden".

1997

Gleich am Anfang des Jahres haben fünf Gruppenmitglieder den Tod der Mutter bzw. der Schwiegermutter zu betrauern, so ist es nicht verwunderlich, daß Segnung, Salbung, Abschiedsrituale und die Frage nach der Macht und Ohnmacht Gottes und dem Warum der Lebensführung Themenwünsche sind.

25.10.1997
Studientag in Besigheim mit Dr. Thomas Vögele, Oberarzt der Anästhesie, Bietigheim. Thema: "Schmerztherapie bei Sterbenden".
24. - 28.4.1997
Ein langes Studienwochenende in Dresden ist ein besonderer Höhepunkt, das Semperoper, Paramentenwerkstatt und Hostienbäckerei des Diakonissen-Mutterhauses, Zwinger, musikalische Vesper und vieles mehr umfaßt.

1996

19.9.1996
Studientag in Stuttgart. Thema: Sterben, Tod und Trauer". Hilfreiche Zeichen in Träumen, Visionen und Bildern mit Stadtdekan Martin Klumpp.
Unsere Schwepunktthemen in der Gruppe sind Symbole, Symbolsprache, Segen. Wir diskutieren: wie politisch kann, soll oder muß eine Sitzwachengruppe sein und beschließen, in die Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz Baden-Württemberg einzutreten.
19.-24.4.1996
Gemeinsames Wochenende im Stift Urach. Thema: "Nicht ansprechbar oder sprachlos - wo liegt der Unterschied? Begleitung Sterbender im Koma" mit Pfarrer Matthias Brefin, Basel.