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Stark — Zerbrechlich

Wanderausstellung Bundesarbeitsgemeinschaft HOSPIZ

Für Informationen zur Wanderausstellung und/ oder zur Hospizbewegung:
Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz
Am Weiherhof 23
52382 Niederzier
Tel.: 02428/ 80 29 37
Fax: 02428/ 80 28 92
e-Mail: bag.hospiz@hospiz.net

Design/Satz: der hospiz verlag
Fotoarbeiten: Patricia Eichert


Hinweis: größere Darstellungen erhalten Sie durch Anklicken der Bilder.

Die BAG-Hopiz will mit der Wanderausstellung STARK-ZERBRECHLICH die Ambivalenz von Leben und Tod, von Leiderfahrung, Trauer und Lebenskraft durch künstlerische Interpretationen dem Betrachter näher bringen. Dabei ist es uns gelungen, Künstler zu gewinnen, die sehr spontan ihre Unterstützung zugesagt haben. Exponate auf Stelen weisen die Zerbrechlichkeit von Lebens- bzw. Sterbesituationen im Leben ebenso auf, wie auch kraftvolle Elemente wiederzufinden sind.

So manches Mal filigran angedeutet zeigt sich dem Betrachter, was Leben und Sterben auslöst oder gar auslöscht. Die Bilder gleichen Wortspielereien, die den immerwährenden Balanceakt der verschiedenen Blickrichtungen und Sichtweisen auf die Themen Leben und Tod widerspiegeln. Die Natürlichkeit bleibt erhalten und die Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Farbelementen lässt erahnen, wie der Künstler innovativ den Drahtseilakt von STARK-ZERBRECHLICH umsetzt.

Die Kunst als ein Spiegelbild der emotionalen Ebene eignet sich im besonderen Maße für das Anliegen der Hospizbewegung, da sie nach allen Seiten offen bleibt und vielen Interpretationswünschen und -zwängen widersteht. In zarten Andeutungen gibt sie Hinweise und nimmt Fragestellungen auf, die durchaus eine spirituelle Dimension bergen: Was bleibt in allem, was trägt durch alles? Durch Formung wird das, was bloße Anwesenheit war, transzendiert. Was künstlerisch existiert, existiert in dieser Geformtheit, und kraft ihrer wird es über das bloße Existieren hinausgehoben, weil es durch das Auge des Schöpfers und des Betrachters in Beziehung gesetzt wird. In der Bezogenheit entwickelt es sich und vollendet sich, nicht alleine und im luftleeren Raum.

Die Sinne anregend vermag der Mensch für sich die Sinnfrage beim Schauen ansatzweise klären zu können. Das ist es auch, was die Arbeit der vielen Ehren- und Hauptamtlichen in der Hospizbewegung der Gesellschaft aufzeigen will; die Verwandlung der bisherigen Lebens- und Habenkultur in eine neue Kultur des Sterbens und damit des Seins. Diese schafft einer Begegnung Raum, die dem Sterbenskranken und den Nahestehenden Halt gibt in dieser letzten Lebensphase.

Mit dieser Kunstausstellung wollen wir Sie einladen, sich dem Thema zu nähern, sich mit der Hospizidee auseinanderzusetzen und sie vielleicht zu unterstützen.

Gerda Graf
Vorsitzende der BAG Hospiz